Von Maxine Maters. Vier weitere Tage in SPB, in der Krestovskiy Marina. Es ist das Übliche mit nicht besonders sauberen Einrichtungen und keinem Wasser zum Bunkern. Aber es gab Landstrom und freundliche Hafenleute. Es ist etwas weit vom Zentrum entfernt, aber das gilt auch für alle anderen Jachthäfen hier. Im Gegensatz zur gegenüberliegenden River Marina ist es zumindest ruhig. Das nächstgelegene Restaurant namens Sunday liegt neben dem Yachthafen und das Essen ist gut. Es wird Ihnen besonders gefallen, wenn Sie sich für Bling und Schönheitsoperationen interessieren.
Zuerst ging Bridget nach Hause, dann auch Dirk. Iain würde für die Überfahrt nach Tallinn bleiben. Er ging sogar einkaufen, um uns einen Eintopf zuzubereiten, der uns auf unserer etwa 175 Meilen langen Seereise durchhalten würde. Wunderbar, eine Crew mit Initiative und Energie zu haben. In der Zwischenzeit ließ ich meinen Laptop reparieren, der gerade eingepackt war, als wir Priozersk verlassen wollten. Typisch! Der Motor musste noch gewartet werden und so gab es noch ein paar Dinge zu erledigen, bevor wir losfahren konnten.
Vladimir Ivankiv – unser Agent – kam für ein Gespräch vorbei. War schön, ihn wiederzusehen. Ich erwähnte, dass es mir nichts ausmachen würde, als Besatzungsmitglied auf Booten zu sein, die durch die russischen Wasserstraßen fahren. Ich möchte nicht mehr davon auf meinem eigenen Boot machen. Skipper und Reiseleitung waren vielleicht ein bisschen viel.
Gestern Abend zu unserer Abreise traf der Russe Sergey mit seinem sehr gut ausgestatteten Motorsegler aus Finnland ein. Nicht mein Bootstyp, aber Sie werden es bei einem Sturm warm und komfortabel haben. Ich denke, unser Pilot würde zustimmen. So viele Russen überwintern ihr Boot in Finnland. Offensichtlich waren sie noch nie in der großen Stadt Priozersk. Aber wenn Sie auf einem beheizten Hangar für Ihr Boot bestehen …
Das Auschecken aus Russland (in Kronstadt) war schmerzlos. Sie gehen mit Kameras durch das Boot und filmen alles. So wie bei unserer Ankunft letztes Jahr. Aber alles in einer freundlichen und zuvorkommenden Art und Weise. Wir waren in 30 Minuten fertig. Anders als in Asow vor all den Jahren.
Unsere Fahrt nach Tallinn war sowohl stürmisch als auch neblig. Vielleicht erinnere ich mich jetzt endlich daran, was 20 m/s in Knoten sind. Die Ankunft in Tallinn im Dunkeln war etwas ganz Besonderes. Wir mussten auf eine Fähre warten, bevor wir hineinfahren konnten. Die Fähre kam als gruselige Erscheinung aus dem Nebel an. Allerdings war der Nebel den hellen Hafenlichtern nicht gewachsen
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